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Brustkrebs: Höchste Präzision und mehr Komfort für Patientinnen

Aktuelles
28.10.2026
Prof Manke PD Koch Mammographie Ausschnitt

Klinikum Fulda investiert in innovative Mammographie-Technologie.

Patientinnen profitieren von höchster Präzision, KI-Unterstützung und der engen Zusammenarbeit im zertifizierten Brustkrebszentrum.

Eine präzise Diagnostik ist entscheidend für die frühzeitige Erkennung und erfolgreiche Behandlung von Brustkrebs. Seit Anfang August verfügt das Klinikum Fulda über ein neues, hochmodernes Mammographiesystem. Es verbindet exzellente Bildqualität mit geringer Strahlenbelastung, KI-gestützter Befundung und einem deutlich verbesserten Untersuchungskomfort. Die Investition stärkt zugleich die interdisziplinäre Versorgung im von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Brustkrebszentrum des Klinikums Fulda.

Mehr Komfort bei höchster diagnostischer Präzision

Eine Mammographie wird von vielen Frauen als unangenehm empfunden. Das neue System erleichtert die Untersuchung durch ergonomisch abgerundete Gerätekanten, einen vergrößerten Gesichtsschutz und optimierte Griffmöglichkeiten. Das speziell geschulte Team der Medizinischen Technologinnen und Technologen für Radiologie (MTR) begleiten zudem die Patientinnen einfühlsam durch die Untersuchung.

Technologisch setzt das Gerät neue Maßstäbe: Eine innovative Bimetall-Filtertechnik aus Molybdän und Rhodium ermöglicht hochauflösende Aufnahmen bei minimaler Strahlenbelastung. Auch die dreidimensionale Darstellung des Brustgewebes mittels Tomosynthese erfolgt mit einer Strahlendosis, die mit der klassischen 2D-Mammographie vergleichbar ist.

„Mit dem neuen Mammographiesystem verbinden wir höchste Bildqualität und moderne KI-Unterstützung mit einer besonders schonenden Untersuchung. Damit verbessern wir die diagnostischen Möglichkeiten und erhöhen zugleich den Komfort für unsere Patientinnen“, erklärt Prof. Dr. Christoph Manke, Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie.

Von der Diagnose bis zur Therapie: Alles aus einer Hand

Ein besonderer Vorteil liegt für die Patientinnen in der engen Verzahnung von Radiologie und Frauenklinik innerhalb des zertifizierten Brustkrebszentrums am Klinikum Fulda. Auffällige Befunde können zeitnah und präzise abgeklärt werden. Das integrierte Biopsie-Modul ermöglicht eine gezielte Gewebeentnahme über kurze Zugangswege, wahlweise von oben oder von der Seite. Ergänzend stehen kontrastmittelgestützte Mammographien und Biopsien zur Verfügung. Dies verbessert die diagnostische Sicherheit und kann unnötige Folgeuntersuchungen und Eingriffe vermeiden.

„Für unsere Patientinnen ist entscheidend, dass eine auffällige Untersuchung nicht nur schnell und zuverlässig abgeklärt wird, sondern sich bei Bedarf unmittelbar eine individuell abgestimmte Behandlung anschließt“, betont Priv.-Doz. Dr. Martin Koch, Direktor der Frauenklinik am Klinikum Fulda. „In unserem von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Brustkrebszentrum arbeiten Radiologie, Gynäkologie und weitere Fachdisziplinen eng zusammen. Von der ersten Abklärung über die operative und medikamentöse Therapie bis zur Nachsorge bieten wir unseren Patientinnen eine umfassende Versorgung auf höchstem medizinischem Niveau.“

Künstliche Intelligenz unterstützt die Früherkennung

Ein weiterer Fortschritt ist die Integration Künstlicher Intelligenz (KI) in die Bildauswertung. Die auf Deep Learning basierende Software analysiert innerhalb weniger Sekunden die 2D- und 3D-Aufnahmen und unterstützt die Erkennung selbst kleinster Auffälligkeiten wie Mikrokalk, Gewebeverdichtungen oder Architekturstörungen. Dabei erreicht sie eine Sensitivität von bis zu 96 Prozent.

„KI ist heute eine wertvolle Ergänzung der radiologischen Diagnostik. Sie unterstützt unsere Fachärztinnen und Fachärzte als digitaler Zweitbefunder, erhöht die diagnostische Sicherheit und entlastet bei der Auswertung umfangreicher Bilddaten“, erläutert Prof. Manke.

Das Potenzial dieser Technologie belegen aktuelle wissenschaftliche Studien. Die 2025 in Nature Medicine veröffentlichte PRAIM-Studie, die bislang größte prospektive Untersuchung zum KI-Einsatz im deutschen Mammographie-Screening, zeigte eine signifikant höhere Brustkrebsentdeckungsrate: Pro 1.000 untersuchten Frauen wurde durchschnittlich ein zusätzlicher Brustkrebsfall erkannt, ohne dass die Zahl falsch-positiver Befunde zunahm. Internationale Untersuchungen zeigen zudem, dass KI den Befundungsaufwand um mehr als 40 Prozent reduzieren kann.

Die abschließende medizinische Beurteilung und persönliche Betreuung bleiben selbstverständlich in den Händen der erfahrenen Fachärztinnen und Fachärzte.

Stärkung der Brustkrebsversorgung in Osthessen

Mit der Investition baut das Klinikum Fulda seine diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten weiter aus. Patientinnen profitieren von modernster Technik, kurzen Abstimmungswegen und einer eng verzahnten interdisziplinären Versorgung.

Das zertifizierte Brustkrebszentrum verbindet die Expertise verschiedener Fachdisziplinen und gewährleistet eine qualitätsgesicherte Behandlung von der Früherkennung bis zur Nachsorge. Damit stärkt das Klinikum Fulda seine Rolle als Maximalversorger und zentraler Ansprechpartner für die umfassende Brustkrebsversorgung in Osthessen.

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