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Mit der Antrittsvorlesung von Priv.-Doz. Dr. Christian Sellin erreicht die wissenschaftliche Entwicklung des Klinikums Fulda eine neue Qualitätsstufe. Die Arbeit von PD Dr. Sellin ist eine herausragende individuelle Leistung. Ihm ist es gelungen, die gesamte wissenschaftliche Wertschöpfungskette – von der Konzeption der Studien bis zur Publikation der Ergebnisse – autonom am Standort Fulda zu verankern. Damit markiert der Festakt eine historische Zäsur für den Standort. Im Beisein zahlreicher Gäste, Weggefährten und der Familie des Habilitanden wurde das besondere Ereignis in der Campus-Etage des Klinikums angemessen gefeiert.

In seiner Begrüßungsrede unterstrich Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Sprecher des Vorstands des Klinikums Fulda, auch im Namen seines Vorstandskollegen Michael Wilhelm, die große Bedeutung dieses Ereignisses für den Standort. „Spitzenforschung und akademische Qualifikation auf höchstem Niveau waren lange Zeit ausschließlich den großen Traditionsuniversitäten vorbehalten. Mit der Arbeit von Dr. Sellin wird sichtbar, dass der Campus Fulda auf dem richtigen Weg ist.“ Mit einem Augenzwinkern hob Dr. Menzel hervor, dass Dr. Sellin den Titel des „ersten Habilitanden“ des Campus Fulda „für immer“ für sich reklamieren könne und unterstrich die herausragende individuelle Leistung.

Würdigung einer außergewöhnlichen Karriere
Prof. Dr. Hilmar Dörge, Direktor der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie am Herz-Thorax-Zentrum und Mentor von Dr. Sellin, zeichnete in einer sehr persönlichen Laudatio den beeindruckenden Werdegang des Mediziners nach. Er beschrieb Dr. Sellin als ein Ausnahmetalent, das sich durch Präzision, strategisches Denken und eine enorme Ausdauer auszeichne. Prof. Dörge erinnerte an die gemeinsamen Anfänge in Göttingen und den Weg nach Fulda, der von harter klinischer Arbeit und gleichzeitigem wissenschaftlichem Tiefgang geprägt war. Besonders hob er die Innovationskraft Sellins hervor, der maßgeblich daran beteiligt war, das Klinikum Fulda als führendes Zentrum für minimalinvasive Herzchirurgie zu etablieren. Laut Prof. Dörge habe Sellin bewiesen, dass er in der Lage sei, komplexe klinische Fragestellungen auf internationalem Niveau zu bearbeiten und die Ergebnisse direkt in die Lehre und die tägliche Praxis zu überführen.
In einer Videobotschaft gratulierte der Dekan des Fachbereich Medizin der Phillips Universität Marburg, Prof. Dr. Michael Hertl, dem Habilitanden herzlich. Er unterstrich die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Marburg und Fulda, die nicht zuletzt in dieser Habilitation ein sichtbares äußeres Zeichen finde und lobte die Individuelle Leistung von Dr. Sellin.

Innovation in der Herzchirurgie: Das TCRAT- Verfahren
Im Zentrum der akademischen Feier stand die Antrittsvorlesung von Priv.-Doz. Dr. Christian Sellin selbst, in der er über die moderne koronare Bypasschirurgie unter Schonung des Brustbeins referierte. Dr. Sellin erläuterte, dass es ihm und dem Team der Herzchirurgie nicht um Einzeleingriffe gehe, sondern um die Etablierung dieser schonenden Verfahren in der klinischen Routine. Er erklärte, dass die minimal-invasive, sternotomiefreie Koronarchirurgie, kurz TCRAT, eine Essenz jahrelanger klinischer Innovation darstelle. Ziel sei es, den Patienten eine vollständige Rekonstruktion der Herzkranzgefäße zu ermöglichen, ohne das Trauma einer Brustbeindurchtrennung in Kauf nehmen zu müssen. Dr. Sellin belegte mit seinen Daten, dass diese Methode der klassischen Operation in Bezug auf die Erholung der Patienten sowie die Funktion von Lunge und Niere mindestens ebenbürtig ist. Mittlerweile werden in Fulda rund 80 % aller Bypassoperationen minimalinvasiv durchgeführt, wobei bereits über 1000 Patienten erfolgreich behandelt wurden.

Ein Versprechen für die Zukunft
Mit der feierlichen Verleihung der „Venia Legendi“, der Lehrbefugnis, tritt Dr. Sellin in den Kreis der Hochschullehrer ein. Die Veranstaltung machte deutlich, dass das Klinikum Fulda durch Persönlichkeiten wie Dr. Sellin seinen Status als „Brückenkopf“ der Universitätsmedizin Marburg festigt. Der Abend klang auf der Dachterrasse des Klinikums aus, wo die Gäste die Gelegenheit nutzten, den ersten „hausgemachten“ Habilitanden des Campus Fulda zu feiern. Dr. Sellin blickt optimistisch in die Zukunft und betonte seinen Anspruch, die Herzchirurgie zum Wohle der Patienten stetig weiterzuentwickeln und den wissenschaftlichen Nachwuchs in Fulda mit derselben Leidenschaft auszubilden, die seinen eigenen Weg geprägt hat.

 

Bildunterschrift (v. links): Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Prof. Dr. Volker Schächinger, Prof. Dr. Hilmar Dörge, Helmut und Regina Sellin (Eltern), Priv.-Doz. Dr. Christian Sellin mit Ehefrau Isabell und den Töchtern Ava-Rebecca sowie Laetitia Maria, Anna Fiedler (Oma)
Bildnachweis: Barbara Froese, Klinikum Fulda

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