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Frauenklinik

Sternenkinder: Unsere Ungeborenen

Sie und Ihr Sternenkind haben bei uns einen würdevollen Platz

Nicht jede Schwangerschaft endet mit der großen Freude, ein gesundes Kind in den Armen halten zu können. Einige Schwangerschaften enden auch mit dem Sterben des ungeborenen bzw. gerade geborenen Kindes. Der Verlust eines Kindes ist eine sehr schmerzhafte Erfahrung. In dieser Zeit lassen wir Sie nicht allein. Unser Team aus Hebammen, Ärzten sowie der Seelsorge und psychosozialer Beratung begleitet Sie einfühlsam und mit viel Zeit. Wir ermöglichen einen geschützten Raum für Abschied und Erinnerung – wenn Sie es wünschen, können Sie Ihr Kind, halten und Erinnerungen wie Fuß oder/und Handabdrücke Mitnehmen. Hier arbeiten wir eng mit Sternenfotografen zusammen, um Ihnen liebevolle und professionelle Erinnerungen zur ermöglichen. Auch nach dem Kliniksaufenthalt stehen wir Ihnen unterstützend zur Seite.

Die Erfahrung der letzten Jahre und auch wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass zur Loslösung vom verstorbenen Kind Trauer notwendig ist. Diese Trauerarbeit kann von den betroffenen Eltern aber nur geleistet werden, wenn sie das Kind sehen, auch wenn es fehlgebildet ist. Dies ist ab der 10. bis 12. Schwangerschaftswoche möglich. Deshalb bitten wir Sie, sich Ihr Kind anzusehen. Wenn Sie es nicht gleichsehen möchten, bewahren wir es noch für ca. 24 Stunden auf der Station auf, bevor es in das Institut für Pathologie gegeben wird. Manchmal sind jedoch nach einer operativen Ausräumung nur Reste vorhanden, die ein Erkennen nicht erlauben.

Wenn Ihr Kind aus gesetzlichen Gründen (ab dem 7. Schwangerschaftsmonat) beerdigt werden muss, informieren wir Sie über die notwendigen Details. Kleinere Totgeborene bis hin zum frühen Abort werden im Institut für Pathologie gesammelt und zu mehreren Zeitpunkten im Jahr anonym auf einem Platz auf dem Zentralfriedhof in Fulda, der mit einer Basaltsäule und deren Aufschrift „Unsere Ungeborenen“ markiert ist, beerdigt. Unabhängig davon besteht in vielen Gemeinden die Möglichkeit, auf Ihren Wunsch hin eine Beisetzung z. B. im Familiengrab durchzuführen. Sie können jedoch gewiss sein, dass jedes Gewebe aus einer begonnenen Schwangerschaft Zentralfriedhof beerdigt wird, falls es nicht anders gewünscht wird. Beisetzungen erfolgen jeweils im April bzw. Oktober eines Jahres.

Dieser Platz, der auf Initiative des Institutes für Pathologie und der Frauenklinik am Klinikum Fulda eingerichtet wurde, wurde am 22. August 2001 der Öffentlichkeit übergeben.

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